Mit Insektenvernichtungsmitteln behandelte Mückennetze zum Schutz vor Malaria bringen einer wissenschaftlichen Studie zufolge möglicherweise mehr Schaden als Nutzen. Zum einen würden die Stechmücken, die die lebensgefährliche Malaria-Krankheit übertragen, offenbar resistent gegen die Chemikalien in den Mückennetzen, erklärten Forscher des Instituts für Entwicklungsforschung im Senegal in einer am Donnerstag veröffentlichten Langzeitstudie. Zum anderen verlören Einheimische, die im Laufe der Zeit eine körpereigene Abwehr gegen den Erreger entwickelt hatten, diese Immunität möglicherweise, wenn es weniger Mücken gebe. Umso anfälliger seien sie dann, wenn die widerstandsfähigen Mücken sich ausbreiteten.