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20. Februar 2011, 16:30 Uhr

Iranische Opposition ruft trotz Drohungen zu Protesten auf

Trotz Drohungen der iranischen Führung haben sich Anhänger der Opposition am Sonntag zu Protesten in der Hauptstadt Teheran versammelt.

Trotz Drohungen der iranischen Führung haben sich Anhänger der Opposition am Sonntag zu Protesten in der Hauptstadt Teheran versammelt. Auf verschiedenen Plätzen und Straßen im Zentrum Teherans seien Demonstranten aufmarschiert und hätten "Allah Akbar" (Gott ist der Größte) gerufen, berichteten die Oppositionswebseiten Kaleme und Sahamnews. Augenzeugen zufolge versuchten Sicherheitskräfte und islamistische Milizionäre, die Versammlungen zu verhindern und setzten dabei auch Tränengas ein. Polizei und Demonstranten hätten sich ein "Katz-und-Maus-Spiel" geliefert, berichteten die Oppositionsseiten.

Während ausländischen Korrespondenten die Berichterstattung über Versammlungen der Opposition untersagt ist, berichtete die regierungsnahe Nachrichtenagentur Fars, dass die Situation in der Hauptstadt "vollkommen ruhig" geblieben sei. "Die Ordnungskräfte haben die Situation vollkommen unter Kontrolle, und es wurde von keinem Zwischenfall berichtet. Teheran ist völlig ruhig", hieß es von der Agentur. Der Chef der Teheraner Verkehrspolizei, Hossein Rahimi, sagte, es gebe "wegen der Präsenz der Ordnungs- und Spezialkräfte dichten Verkehr" in der Hauptstadt.

Die Opposition hatte für Sonntag zu neuen Anti-Regierungs-Demonstrationen aufgerufen, um damit an den Tod zweier Demonstranten zu erinnern, die am Montag bei Protesten getötet worden waren. Zu der ersten Demonstration seit einem Jahr hatten maßgeblich der Oppositionsführer und Ex-Regierungschefs Mehdi Mussawi und Ex-Parlamentspräsident Hossein Karubi aufgerufen. Während einer Parlamentsdebatte forderten am Dienstag regierungstreue Abgeordnete den Tod der beiden. Mussawi und Karubi stehen seitdem unter Hausarrest. Am Samstag hatten die Behörden eine strikte Warnung vor jeglichem neuen "illegalen" Demonstrationsversuch ausgesprochen.

AFP
 
 
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