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News am 31.05.2012
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14. Februar 2012, 11:48 Uhr

Telekommunikationsausrüster Nortel jahrelang gehackt

Der inzwischen insolvente Telekommunikationsausrüster Nortel aus Kanada ist über Jahre hinweg und in großem Stil über das Internet ausspioniert worden.

Der inzwischen insolvente Telekommunikationsausrüster Nortel aus Kanada ist über Jahre hinweg und in großem Stil über das Internet ausspioniert worden. Ab 2000 und mindestens die darauffolgenden Jahre lang hätten die Hacker die Daten des Konzerns ausspähen können, sagte der Leiter einer internen Untersuchung des Unternehmens, Brian Shields, dem "Wall Street Journal".

Die Hacker, die dem Bericht zufolge offenbar in China saßen, nutzten für ihre Spionage sieben Passwörter, die hohen Managern von Nortel gestohlen worden waren - darunter dem Chef des Konzerns. Sie hätten Zugriff auf technische Dokumente, auf Berichte über Forschung und Entwicklung bei Nortel und auf die E-Mails der Beschäftigten gehabt. "Die hatten Zugang zu allem", sagte Shields der Zeitung. "Und sie hatten sehr viel Zeit. Sie mussten nur überlegen, was genau sie wollten."

Der Konzern habe "Jahre" gebraucht, um die Spionage-Software auf den Computern zu entdecken und das Ausmaß zu begreifen, sagte Shields weiter. Der Bericht wirft ein weiteres Schlaglicht auf von China verübte Industriespionage. In einem Bericht an den US-Kongress hatte der US-Geheimdienst im November gewarnt, dass China "am aktivsten und ausdauerndsten" Industriespionage betreibe. Nortel hatte 2009 Insolvenz angemeldet.

AFP