Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat den verstorbenen US-Spitzendiplomat Richard Holbrooke als "guten Freund Deutschlands" gewürdigt.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat den verstorbenen US-Spitzendiplomat Richard Holbrooke als "guten Freund Deutschlands" gewürdigt. "Wir verlieren mit Richard Holbrooke einen guten Freund Deutschlands, einen sehr bewährten und erfolgreichen Diplomaten und Politiker", sagte Westerwelle am Dienstagmorgen in Brüssel. Der US-Sondergesandte für Pakistan und Afghanistan habe sich besonders um die Neuausrichtung der internationalen Afghanistanstrategie verdient gemacht. "Und wir bedauern von Herzen, dass er auch die Erfolge seiner Arbeit bei der Neuausrichtung der internationalen Afghanistanstrategie nicht mehr selbst auch erleben kann."
Auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen würdigte Holbrookes Verdienste. Vor allem als Architekt des Dayton-Abkommens zur Beendigung des Bosnien-Kriegs von 1995 habe der US-Diplomat "diplomatisches Geschick, strategische Vision und legendäre Entschlossenheit" bewiesen, erklärte Rasmussen in Brüssel. Der 69-jährige Holbrooke starb nach einer Operation an der Hauptschlagader am Montagabend in Washington.