Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Wirtschaft nach neuen Wegen für Investitionen in Griechenland suchen. Dazu berief FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler für Mittwoch ein Treffen in Berlin ein.
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will am Mittwoch mit der deutschen Wirtschaft über Investitionsmöglichkeiten in Griechenland beraten. Rösler habe die Vertreter von gut 20 Fachverbänden zu einer Konferenz eingeladen, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Ziel sei es auszuloten, welchen Beitrag die deutsche Wirtschaft leisten könne, um die Wirtschaft in Griechenland nachhaltig zu beleben.
Im Rahmen der "Investitions- und Wachstumsoffensive" will das Bundeswirtschaftsministerium in Griechenland nach eigenen Angaben konkrete Projekte in den Bereichen Energie, Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Verkehr unterstützen. Außerdem will die Bundesregierung Athen beim Ausbau von Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden sowie bei der Modernisierung der Verwaltung helfen.
Berlin will Athen auch bei der Privatisierung staatlichen Vermögens und bei der Investorensuche in Deutschland beraten und dabei auf Erfahrungen zurückgreifen, die bei Privatisierungen und Umstrukturierungen in den neuen Bundesländern gemacht wurden. Das Wirtschaftsministerium sprach sich zudem für eine Investorenkonferenz auf Einladung der EU-Kommission aus, die sich an europäische und internationale Investoren richten solle.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Freitag auf das im März 2010 zwischen Deutschland und Griechenland vereinbarte Programm zur Deutsch-Griechischen Zusammenarbeit verwiesen. Dieses soll laut Wirtschaftsministerium fortgesetzt werden.