Die drei Airbus A380-Maschinen der Lufthansa bleiben vorerst weiter in der Luft - trotz der jüngsten Erkenntnisse zur Ursache der Triebwerksexplosion bei diesem Typ.
Trotz der jüngsten Erkenntnisse zur Ursache der Triebwerksexplosion an einem Airbus A380 lässt die Lufthansa ihre drei Maschinen dieses Typs weiter in der Luft. Die Flugzeuge seien weiter "planmäßig" im Einsatz, erklärte die Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt am Main. Seit Mittwoch führe die Lufthansa die Anweisung der europäischen Flugaufsicht EASA aus, die zusätzliche Inspektionen an den A380-Triebwerken vorschreibt.
Die Kontrollen werden demnach vorgenommen, wenn die A380 auf dem Flughafen in Frankfurt am Main stehen. Die Tests sollen so keine Auswirkungen auf den Flugplan der Lufthansa haben. Die Lufthansa fliegt mit ihren drei A380 auf den Strecken von Frankfurt nach Peking, Tokio und Johannesburg. Am Mittwoch hatte die Lufthansa vorsorglich ein A380-Triebwerk ausgewechselt. Qantas hat seine A380-Flugzeuge seit dem Zwischenfall auf dem Boden gelassen.
Die Europäische Agentur für Luftsicherheit (EASA) hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass der schwere Triebwerkschaden eines Airbus A380 der australischen Airline Qantas durch ein Ölfeuer ausgelöst worden sei. Die Behörde ordnete weitere Tests am Motor des Herstellers Rolls-Royce an und behielt sich ein komplettes Verbot von Flügen mit dem Triebwerks-Typ vor.