Tunesiens Außenminister Mohamed Mouldi Kefi ist Befürchtungen eines Erstarkens der Islamisten in seinem Land entgegengetreten. Auch wenn die große Islamistenpartei Ennahda bei den im Oktober stattfindenden Wahlen "18 bis 20 Prozent" der Stimmen erhielte, müsse sie "eine Koalition bilden und mit anderen Parteien zusammenarbeiten", sagte er am Montag nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) in Berlin. Keine Partei könne allein regieren. "Die Islamisten werden sich an die moderne Welt und an Werte wie Demokratie, Freiheit und Vielfältigkeit anpassen müssen, wenn sie nicht untergehen wollen", sagte Kefi.