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17. Juni 2011, 10:11 Uhr

Konkrete Hinweise nach öffentlicher Fahndung

Das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main fahnden nach einem Mann, der einen Säugling schwer missbraucht haben soll. Es seien rund 120 Hinweise eingegangen, von denen einige auch konkret seien, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Günter Wittig, am Freitag.

Durch die öffentliche Fahndung nach einem Kinderschänder, der ein Baby schwer missbraucht haben soll, haben die Ermittler bereits mehr als hundert Hinweise auf den möglichen Täter erhalten. Es seien rund 120 Hinweise eingegangen, von denen einige auch konkret seien, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Günter Wittig, am Freitag. Diesen werde jetzt nachgegangen. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob die Ermittler bereits eine heiße Spur haben.

Das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt waren am Mittwoch an die Öffentlichkeit gegangen. Einen Fahndungsaufruf gab es auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst". Den Ermittlern liegen Bilder und Videoaufnahmen vor, die den mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch eines Mädchens im Alter zwischen drei und neun Monaten zeigen.

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich der Täter, das Opfer und der Tatort in Deutschland befinden und zumindest ein Teil der Taten Anfang des Jahres 2005, möglicherweise bereits auch schon früher, erfolgte. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Täter das Kind auch heute noch missbraucht. Dem unbekannten, zur Tatzeit etwa 25- bis 40-jährigen Mann wird demnach schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, die Herstellung von kinderpornografischen Schriften sowie deren Besitz und Verbreitung vorgeworfen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

AFP