Uli Hoeneß wütend über "stern"-Bericht

8. August 2013, 13:48 Uhr

Uli Hoeneß platzt der Kragen: In einem Rundumschlag hat der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Präsident von Triple-Sieger Bayern München Berichte über dreistellige Millionenbeträge auf einem auf seinen Namen laufenden Schweizer Konto scharf zurückgewiesen.

Uli Hoeneß platzt der Kragen: In einem Rundumschlag hat der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Präsident von Triple-Sieger Bayern München Berichte über dreistellige Millionenbeträge auf einem auf seinen Namen laufenden Schweizer Konto scharf zurückgewiesen. Der "stern" hatte berichtet, Hoeneß habe viel mehr Geld hinterzogen als bislang angenommen.

"Es sind ungeheuerliche Unterstellungen, die lasse ich mir nicht mehr bieten. Ich habe meinen Anwalt beauftragt, gegen diesen Wahnsinn vorzugehen, eine Verleumdungsklage einzuleiten, um diese Dinge in Ordnung zu bringen", sagte Hoeneß beim Charity-Golfcup des deutschen Fußball-Rekordmeisters auf Gut Rieden und nannte entsprechende Veröffentlichungen des Hamburger Nachrichtenmagazin stern "absurde Unwahrheiten".

Nachdem der 61-Jährige bislang zu Details seiner im Frühjahr bekannt gewordenen Steuer-Affäre geschwiegen hatte, legte Hoeneß nun umringt von mehreren Kamerateams und Journalisten noch vor seinem ersten Abschlag in Starnberg nach: "Je mehr man diese Dinge wiederholt, werden sie nicht wahrer. Ich habe mir vorgenommen, jetzt dagegen vorzugehen. Ich werde mich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Ich gehe in die Offensive."

Manchmal habe er das Gefühl, dass jeder meine, ihn verfolgen zu können, so Hoeneß weiter: "Das werde ich mir in Zukunft nicht gefallen lassen." Das Nachrichtenmagazin "stern" wollte sich zu den Aussagen von Hoeneß nicht äußern. "Wir sagen dazu nichts mehr", teilte eine Sprecherin auf Anfrage der "Bild" mit.

Das Hamburger Blatt hatte zuvor berichtet, dass sich auf fraglichem Depotkonto einer Schweizer Privatbank in den Jahren vor 2008 durchgehend Werte von mehr als 500 Millionen Schweizer Franken befunden haben sollen. Das habe ein Hinweisgeber über seinen Anwalt bei der Münchner Staatsanwaltschaft angegeben.

Außerdem sollen Angaben zu angeblichen Aktiengeschäften und Transaktionen auf Nummernkonten bei drei weiteren Schweizer Banken, die im Fall Hoeneß eine Rolle spielen sollen, gemacht worden sein. Die Hinweise wurden an die Ermittlungbehörden weitergeleitet. Wie stichhaltig die Angaben sind, soll dort geprüft werden.

Die Staatsanwaltschaft München II hatte in der vergangenen Woche nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen den Bayern-Präsidenten und -Aufsichtsratsvorsitzenden erhoben. Die 5. Strafkammer des Landgerichts München II will bis Ende September über eine Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. Hoeneß hatte beim Finanzamt Anfang des Jahres Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Schweizer Kontos erstattet.

 
 
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stern (31/2014)
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