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17. April 2011, 13:47 Uhr

Zu viele Eier aus Gentechnik-Fütterung im Handel

Kurz vor Ostern hat die Umweltorganisation Greenpeace ein Supermarkt-Ranking für Eier veröffentlicht, die ohne Gentechnik im Tierfutter hergestellt werden. Fazit: Ein Großteil der im Handel erhältlichen Eier stamme aus der Fütterung mit gentechnisch veränderten Pflanzen, teilte die Organisation am Sonntag in Hamburg mit.

Ein Großteil der Eier in deutschen Supermarktregalen stammt noch immer von mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefütterten Legehennen. Nur bei Eiern aus biologischer Produktion könne der Verbraucher sicher sein, dass keine Gentechnik im Futter verwendet werde, erklärte die Umweltorganisation Greenpeace am Sonntag nach einer Umfrage unter 15 Supermarkt-Ketten. Die Mehrzahl der befragten Händler schneide mit einem Anteil von 20 bis 30 Prozent gentechnikfreier Eier bescheiden ab.

In der Legehennen-Fütterung wird nach Angaben von Greenpeace etwa 20 Prozent Gen-Soja eingesetzt. Es gibt keine Kennzeichnungs-Pflicht für tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Tierfutter erzeugt wurden. Die Mehrheit der Verbraucher lehne den Einsatz von Gen-Pflanzen für Lebensmittel ab, erklärte die Greenpeace-Expertin Sandra Blessin. Produktion und Vertrieb von Eiern aus gentechnikfreier Fütterung seien "allerdings noch stark ausbaufähig".

Zu den befragten Supermarktketten gehörten den Angaben zufolge Aldi, Lidl, Kaisers Tengelmann sowie die Biomärkte Alnatura und Dennree. Die Ketten Rewe und Netto wollen laut Greenpeace ihr Angebot an gentechnikfrei erzeugten Eiern bis Ende 2011 deutlich ausweiten, Rewe um mehr als 70 Prozent und Netto auf bis zu 100 Prozent. Auch die Supermärkte Tegut und Kaufland wollen demnach schon bis Juni ausschließlich Eier aus gentechnikfreier Fütterung anbieten.

AFP/DPA
 
 
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