Umfragen sehen Regierung und Opposition gleichauf

20. September 2013, 17:03 Uhr

Kurz vor der Bundestagswahl weisen neue Umfragezahlen auf einen knappen Ausgang hin.

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Kurz vor der Bundestagswahl weisen neue Umfragezahlen auf einen knappen Ausgang hin. In einer Forsa-Umfrage für "RTL aktuell" kommen Regierungsparteien und Opposition jeweils auf 45 Prozent. Für CDU/CSU sprachen sich 40 Prozent aus, für die FDP fünf Prozent. Gegenüber der Umfrage in der Vorwoche verbesserte sich die Union um einen Punkt, die FDP stagnierte. Im ZDF-"Politbarometer" hat Schwarz-Gelb einen hauchdünnen Vorsprung.

Die SPD legte laut der Forsa-Umfrage um einen Punkt zu und erhielt 26 Prozent. Auch die Grünen können mit jetzt zehn Prozent einen Punkt zulegen, während die Linke mit neun Prozent einen Punkt verliert. Auf die Anti-Euro-Partei "Alternative für Deutschland" entfallen vier Prozent (plus eins).

Könnten die Bürger ihren Kanzler direkt wählen, würden sich der RTL-Umfrage zufolge 54 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) entscheiden (minus eins) und 28 Prozent für SPD-Herausforderer Peer Steinbrück (plus zwei). Für die Erhebung befragte Forsa von Montag bis Donnerstag 1995 Wahlbürger.

Im ZDF-"Politbarometer" liegt Schwarz-Gelb noch knapp vorn, SPD und Grüne bleiben von einer eigenen Mehrheit weit entfernt. Die Union blieb stabil und die SPD konnte leicht zugewinnen. FDP und Grüne schnitten aber schwächer ab. In der Kanzlerfrage konnte Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) ihren großen Vorsprung vor SPD-Herausforderer Peer Steinbrück behaupten.

Bei der Sonntagsfrage kam die Union unverändert auf 40 Prozent, die SPD auf 27 Prozent (plus ein Punkt). Die FDP verlor 0,5 Punkte auf 5,5 Prozent, die Grünen büßten zwei Punkte ein und landeten bei neun Prozent. Die Linke legte 0,5 Punkte auf 8,5 Prozent zu. Die Euro-kritische Alternative für Deutschland (AfD) lag wie vor einer Woche bei vier Prozent, die anderen Parteien kämen zusammen auf sechs Prozent, das war ein Punkt mehr.

Für Schwarz-Gelb ergab sich damit rechnerisch einen Punkt Vorsprung vor den Oppositionsparteien im Parlament, SPD, Grüne und Linke. Rot-Grün fehlten neun Punkte zu einer eigenständigen Mehrheit. Bei der Frage, wen die Deutschen nach der Wahl lieber im Kanzleramt sähen, lag Merkel mit 58 Prozent (minus eins) weiter deutlich vor Steinbrück, der unverändert bei 32 Prozent landete.

Für das ZDF-"Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am Mittwoch und Donnerstag telefonisch 1369 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

AFP