Der Chef der UN-Mission im Irak, der Deutsche Martin Kobler, hat die sunnitische Irakia-Partei in dem Land zu einem Ende ihres politischen Boykotts aufgerufen. Der derzeitige Stillstand in Parlament und Regierung müsse umgehend aufhören, forderte er am Sonntag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Der Irak sei ein reiches Land mit einer armen Bevölkerung, die es nicht verdient habe, dass politische Querelen den wirtschaftlichen Fortschritt behinderten. Meinungsverschiedenheiten könnten nur durch Debatten, nicht aber durch einen Boykott ausgeräumt werden, sagte Kobler.