. .
News am 31.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
15. Februar 2012, 07:53 Uhr

UN-Vollversammlung bereitet Resolution vor

Der Weltsicherheitsrat kann sich nicht auf eine Syrien-Resolution einigen, auch ein Blauhelmeinsatz scheint unmöglich. Nun soll die UN-Vollversammlung die Gewalt verurteilen. Derweil geht das Blutvergießen weiter.

Die UN-Vollversammlung stimmt am Donnerstag über eine Resolution zum Konflikt in Syrien ab. Der Entwurf sehe vor, die Unterdrückung der Revolte gegen die Staatsführung unter Präsident Baschar al-Assad zu verurteilen, sagten Diplomaten in New York. Saudi-Arabien und Katar bereiteten den Resolutionsentwurf vor, dessen Annahme am UN-Sitz als sicher gilt. Der Text sieht vor, dass die syrische Führung zur Beendigung aller Angriffe auf die Zivilbevölkerung aufgefordert wird.

Außerdem sollen die Pläne der Arabischen Liga für einen demokratischen Umbruch unterstützt und die Entsendung eines UN-Sonderbeauftragten gefordert werden. Der UN-Sonderbeauftragte soll von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ernannt werden.

Ein Beschluss im UN-Sicherheitsrat zu dem Konflikt in Syrien kam bislang nicht zustande. Bei zwei Gelegenheiten legten China und Russland ihr Veto gegen Resolutionsentwürfe ein, die vor allem die Führung in Damaskus für das Blutvergießen verantwortlich gemacht hätten. Auch in der UN-Vollversammlung wird mit einer Ablehnung des Beschlusses durch Russland und China gerechnet. Allerdings gibt es in dem Gremium, in dem 193 Staaten vertreten sind, kein Veto-Recht.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Fraktion im Bundestag, Andreas Schockenhoff (CDU), forderte schärfere Sanktionen gegen die syrische Staatsführung. Es müsse gelingen, Damaskus "in die Knie zu zwingen", sagte Schockenhoff dem "Hamburger Abendblatt". Er regte die Einstellung des zivilen Flugverkehrs zwischen der EU und Syrien an.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London wurden am Dienstag in Syrien bei politisch motivierter Gewalt 23 Menschen getötet, davon 18 Zivilisten und fünf Soldaten. Besonders dramatisch war die Lage in der Rebellenhochburg Homs, die seit dem 4. Februar angegriffen wird.

AFP/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Blauhelm-Einsatz für Syrien Vorschlag der Arabischen Liga stößt weltweit auf Skepsis

Die Arabische Liga steht mit ihrer Idee einer UN-Friedensmission in Syrien allein auf weiter Flur: Das Weiße Haus äußerte sich zurückhaltend, die schwarz-gelbe Koalition will keine deutschen Truppen schicken und Russland ist sowieso dagegen. mehr...

Blutiger Kampf in Syrien Iran will Assad-Regime massiv unterstützen

Es sind brisante Dokumente, die direkt von Assads Rechner stammen sollen: Danach will der Iran das Regime in Damaskus durch Handelsaufträge im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar unterstützen. Das Blutvergießen in Syrien geht unterdessen mit voller Härte weiter. mehr...