Im Streit um die Rolle der Medien beim Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann haben Rechtsexperten der Union eine Beschränkung der Berichterstattung über Vergewaltigungsprozesse ins Gespräch gebracht. Der Vorsitzende des Bundestagsrechtsausschusses, Siegfried Kauder (CDU), vertrat in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch die Auffassung, es dürfe nicht sein, "dass die Intimsphäre der Betroffenen bis in den letzten Winkel in aller Öffentlichkeit ausgebreitet wird." Vielmehr müssten die Medien verpflichtet werden, nicht über Aussagen zu berichten, die vor Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemacht würden.