UNO warnt vor Auswirkung von Junk-Food

4. Juni 2013, 18:08 Uhr

Die Vereinten Nationen haben vor den Auswirkungen von Fehlernährung und Übergewicht auf die Weltwirtschaft gewarnt.

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Die Vereinten Nationen haben vor den Auswirkungen von Fehlernährung und Übergewicht auf die Weltwirtschaft gewarnt. Aufgrund von Arbeitsausfällen und Behandlungskosten wegen des Verzehrs von Junk-Food verliere die Weltwirtschaft jährlich rund 1,1 Billionen Euro, erklärte die UN-Ernährungsorganisation (FAO) bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. Verbesserungen bei der Ernährung würden die Einnahmen erhöhen, wobei der Nutzen 13 Mal höher als die Kosten seien.

Laut dem FAO-Jahresbericht sind rund 1,4 Milliarden Menschen in der Welt übergewichtig, wobei rund ein Drittel davon adipös seien. Eine rasche Zunahme von Übergewicht sei in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen am Anstieg der damit verbundenen Folgekosten ablesbar. Am stärksten betroffen sei derzeit Mexiko. Die FAO betonte, dass es ein komplexes Problem sei und einige Länder bei ihrer Bevölkerung sowohl mit Unterernährung als auch mit Übergewicht zu kämpfen hätten.

Die zunehmende Urbanisierung, mangelnde Bewegung und die vermehrte Verfügbarkeit von Fertignahrung seien die wichtigsten Ursachen der Zunahme von Fettleibigkeit. Ein Wandel sei schwierig, doch der Ertrag wäre hoch, schrieb die FAO. "Investitionen etwa zur Reduzierung des Mangels an Spurenelementen würden zur Verbesserung der Gesundheit führen, zu niedrigerer Kindersterblichkeit und zu höheren Einkommen in der Zukunft", hieß es in dem Bericht.

Laut der FAO gab es Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers, doch werde der Verbesserung der Ernährung oft keine Priorität eingeräumt. Etwa 12,5 Prozent der Weltbevölkerung (rund 868 Millionen Menschen) seien unterernährt, 26 Prozent der Kinder in der Welt seien von Fehlernährung betroffen. Der stellvertretende FAO-Generaldirektor Jomo Sundaram sagte, "es mag möglich sein, den Hunger im Sinne eines Mangels an Kalorien zu beseitigen, doch es ist viel schwieriger die Ernährungsweise zu verbessern."

AFP