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10. September 2010, 10:17 Uhr

Drei Festnahmen nach Selbstmordanschlag in Nordossetien

Nach dem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Nordossetien mit mindestens 17 Toten haben die Behörden drei Verdächtige festgenommen.

Nach dem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Nordossetien mit mindestens 16 Toten haben die Behörden drei Verdächtige festgenommen. Der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Donnerstag, die drei Festgenommenen stünden im Verdacht, den Anschlag verübt zu haben. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Am Mittag hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto voller Sprengstoff auf dem Marktplatz der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas in die Luft gesprengt. Er riss mindestens 17 Menschen mit in den Tod, mehr als 120 Menschen wurden verletzt. Es war der schwerste Anschlag in Russland seit dem doppelten Selbstmordanschlag auf die U-Bahn in Moskau mit 40 Toten im März. Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin hatten angekündigt, die Verantwortlichen unerbittlich verfolgen zu wollen. Für Freitag riefen die Behörden einen Trauertag in ganz Nordossetien aus.

US-Präsident Barack Obama verurteilte den Anschlag scharf und sprach Russland zugleich sein "ehrliches Beileid" aus. In einer Erklärung hieß es, in dieser "tragischen Zeit" stünden die USA an der Seite Russlands. Der "terroristische Bombenanschlag" bestärke Russland und die USA zudem in ihrer Entschlossenheit, gemeinsam gegen den Terrorismus zu kämpfen.

AFP
 
 
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