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17. Juni 2011, 02:11 Uhr

Clinton: "Gaddafis Truppen vergewaltigen systematisch"

US-Außenministerin Hillary Clinton erhebt schwere Vorwürfe gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi. Sie spricht unter anderem von Vergewaltigung, physischer Einschüchterung und sexueller Bedrohung.

Clinton, Gaddafi-Truppen, Vergewaltigungen, Libyen, USA, 14521

US-Außenministerin Clinton wirft Gadhafi-Truppen systematische Vergewaltigungen vor© Reuters

US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Truppen des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi Kriegsverbrechen und schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die Regierungstruppen setzten Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen als "Kriegswerkzeuge" ein, sagte Clinton am Donnerstag. Die US-Regierung sei "tief besorgt" angesichts des Ausmaßes der Vergewaltigungen in Libyen und "beunruhigt" durch Berichte, wonach Regierungen im Nahen Osten und Nordafrika sexuelle Gewalt gegen politische Gegner einsetzten. "Vergewaltigung, physische Einschüchterung, sexuelle Bedrohung und selbst sogenannte Jungfräulichkeitstest finden in Ländern überall in der Region statt", sagte Clinton. Die USA verurteilten dies aufs Schärfste.

Anfang des Monats hatte der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, Gaddafi vorgeworfen, Soldaten zu Massenvergewaltigungen von Frauen angestiftet zu haben und zu diesem Zweck Potenzmittel einkaufen zu lassen Es gebe entsprechende Berichte von hunderten Frauen in einigen Gebieten Libyens. Der UN-Ermittler für Libyen, Scherif Bassiuni, hatte die Angaben bezweifelt, kündigte aber an, ihnen nachzugehen.

AFP
 
 
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