Ein mutmaßlicher deutscher Terrorhelfer der Islamischen Dschihad-Union (IJU) muss sich vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten. Er soll der Terrororganisation Geld überwiesen haben, um deren Kampf in Afghanistan zu unterstützen.
Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen deutschen Terrorhelfer der Islamischen Dschihad-Union (IJU) vor dem Oberlandesgericht Stuttgart angeklagt. Demnach soll der 23-jährige Deutsche Ramazan B. der IJU rund 600 Euro für deren Kampf überwiesen haben, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Die Behörde wertet dies als Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung.
Die IJU will laut Bundesanwaltschaft Afghanistan vom westlichem Einfluss befreien und dort einen Gottesstaat der Taliban errichten. Wegen der Beteiligung der Bundeswehr an NATO-Einsätzen in Afghanistan ist auch Deutschland ins Visier der IJU geraten. Ihre Kämpfer rekrutiert die IJU unter anderem in Europa und lässt sie in ihren Heimatländern Anschläge begehen. Zur IJU zählte auch die sogenannte Sauerlandgruppe, die Terroranschläge in Deutschland geplant hatte.