Zahlreiche Menschen haben sich in Pakistan an einem Unterstützungstag für die von Taliban schwer verletzte Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai beteiligt.
Zahlreiche Menschen haben sich in Pakistan an einem Unterstützungstag für die von Taliban schwer verletzte Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai beteiligt. Mit Gebeten in Schulen, Spendenaktionen und vereinzelten Kundgebungen in den Großstädten des Landes begingen vor allem Schüler und Studenten den "Malala-Tag", der zusammen mit der UNO und mehreren regierungsunabhängigen Organisationen veranstaltet wurde.
In Malalas Heimatstadt Mingora im Swat-Tal veranstalteten Schüler eine Zeremonie zu Ehren der 15-Jährigen, bei der sie Gebete sprachen und Kerzen anzündeten. Die Schulbehörden hatten die Zeremonie nicht für die breite Öffentlichkeit zugelassen, aus Sorge, es könnten sich Extremisten in die Reihen der Teilnehmer einschleusen.
Zwei Kämpfer der radikalislamischen Taliban hatten Malala am 9. Oktober im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans angegriffen, als sie im Schulbus unterwegs war. Sie wurde von Kugeln im Kopf und in der linken Schulter getroffen. Tagelang rang sie mit dem Tod. Nach einer ersten Behandlung in Pakistan wurde die 15-Jährige schließlich in ein Krankenhaus im britischen Birmingham ausgeflogen.
"Ich bin noch immer entsetzt und weine jedes Mal, wenn ich daran denke", sagte Kainaat Riaz, die bei dem Angriff zusammen mit einer dritten Jugendlichen ebenfalls verletzt worden war. "Sie hat uns immer gesagt, dass wir etwas für die Bildung von Mädchen tun sollen. Sie hatte keine Angst, dafür ihr Leben aufs Spiel zu setzen."
Malala hatte vor drei Jahren damit begonnen, auf einer Blog-Seite der britischen Rundfunkgesellschaft BBC über Gräueltaten der Taliban im Swat-Tal zu schreiben. Sie setzte sich vor allem auch für das Recht auf Bildung für Mädchen ein. Das sie behandelnde Queen-Elizabeth-Krankenhauses in Birmingham veröffentlichte zuletzt Fotos, auf denen die Patientin ein Buch liest oder Karten mit Genesungswünschen anschaut.