Im Prozess um tausende Asbest-Tote in Italien soll heute in Turin das Urteil fallen.
Im Prozess um tausende Asbest-Tote in Italien soll heute in Turin das Urteil fallen. Die Staatsanwaltschaft hat je 20 Jahre Haft für die beiden Angeklagten gefordert. Sie begründete dies damit, dass die Angeklagten für den Tod von etwa 3000 Menschen verantwortlich seien. Bei ihnen handelt es sich um den langjährigen Besitzer der Asbest-Herstellerfirma Eternit, den Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny, und den ehemaligen Eternit-Manager Jean-Louis Marie Ghislain de Cartier de Marchienne.
Die Verteidigung wies eine direkte Verantwortung der beiden für die Todesfälle zurück. In italienischen Eternit-Fabriken und umliegenden Ortschaften starben oder erkrankten tausende Arbeiter und Einwohner.