12. September 2012, 13:18 Uhr

Libyen: US-Botschafter stirbt bei Angriff auf Konsulat

Der US-Botschafter in Libyen und drei seiner Mitarbeiter sind bei dem Angriff auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Stadt Bengasi getötet worden.

Der US-Botschafter in Libyen und drei seiner Mitarbeiter sind bei dem Angriff auf das US-Konsulat in der ostlibyschen Stadt Bengasi getötet worden. Dies teilte Libyens stellvertretender Innenminister Wanis al-Scharef mit. Vizeregierungschef Mustafa Abu Schagur bestätigte den Tod von Botschafter Christopher Stevens im Kurznachrichtendienst Twitter.

Aus Protest gegen einen in den USA produzierten und ihrer Meinung nach islamfeindlichen Film hatten Angreifer am Dienstag das US-Konsulat in Bengasi gestürmt. Al-Scharef sprach danach zunächst von einem getöteten US-Bürger. Das US-Außenministerium bestätigte den Angriff und verurteilte ihn "auf das Schärfste". Bereits zuvor war die US-Botschaft in Kairo attackiert worden.

Der Film namens "Innocence of Muslims" ("Die Unschuld der Muslime"), gegen den sich beide Proteste richteten, wurde von dem israelischstämmigen US-Bürger Sam Bacile produziert. Die Demonstranten betrachteten ihn als Beleidigung des Propheten. Die Arabische Liga verurteilte den Film ebenfalls und erklärte laut der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena, darin werde der Prophet Mohammed "beleidigt".

cfm/lan/mm/ki

AFP
 
 
Jetzt bewerten
0 Bewertungen