Der Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, Hans-Ulrich Klose, gibt sein Amt auf. Klose werde zum Monatsende sein Amt aus privaten Gründen niederlegen, erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) am Mittwoch in Berlin.
Der Koordinator der deutsch-amerikanischen Beziehungen, Hans-Ulrich Klose, gibt sein Amt nach nicht einmal einem Jahr auf. Der SPD-Politiker nannte dafür am Mittwoch private Gründe.
Westerwelle dankte Klose für seine "außerordentlich gute Arbeit". Der SPD-Abgeordnete habe einen "wertvollen Beitrag zu Pflege und Ausbau des transatlantischen Verhältnisses" geleistet. Die Vereinigten Staaten von Amerika seien Deutschlands "Partner und Freund" sowie "unser wichtigster außereuropäischer Verbündeter". Die Benennung eines Nachfolgers für das Amt des Koordinators werde "zeitnah" erfolgen, erklärte Westerwelle.
Der ehemalige Hamburger Bürgermeister gehört seit vielen Jahren zu der Riege der deutschen Politiker mit ausgezeichneten Beziehungen nach Washington. Trotzdem löste die Berufung des früheren SPD-Fraktionsvorsitzenden durch FDP-Chef Westerwelle im vergangenen Frühjahr Überraschung aus. Klose behielt als Koordinator auch sein Abgeordnetenmandat im Bundestag.
In einem Gespräch mit dem Magazin "Der Spiegel" nannte er für seinen Abschied persönliche Gründe. "Es geht einfach nicht mehr", sagte der SPD-Politiker. Seit mehreren Monaten habe er ein krankes Kind zu versorgen, was längere Reisen in die USA unmöglich mache. "Daher kann ich meinen Job einfach nicht vernünftig ausüben."