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28. November 2010, 07:32 Uhr

Nordkorea droht mit "Gegenangriff ohne Gnade"

Angesichts des Militärmanövers Südkoreas und der USA hat Nordkorea für den Fall eines Eindringens in seine Hoheitsgewässer mit einem gnadenlosen Militäreinsatz gedroht.

Angesichts des Militärmanövers Südkoreas und der USA hat Nordkorea für den Fall eines Eindringens in seine Hoheitsgewässer mit einem gnadenlosen Militäreinsatz gedroht. Nordkorea werde "auch in der Zukunft beim geringsten Versuch eines Eindringens in seine Gewässer einen militärischen Gegenangriff ohne Gnade unternehmen", zitierte die Zeitung der in Nordkorea herrschenden Kommunistischen Partei, "Rodong Sinmun", am Sonntag aus einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung der Regierung in Pjöngjang. Der Regierung in Seoul wurden darin "Provokationen" im Rahmen "ihres brutalen Vereidigungsprogramms der nördlichen Grenzlinie" vorgeworfen.

Pjöngjang erkennt die sogenannte nördliche Grenzlinie, die Seegrenze zu Südkorea, nicht an, die die UNO nach dem Ende des Korea-Kriegs 1953 gezogen hatte. Anfang der Woche hatte Nordkorea die südkoreanische Insel Yeonpyeong mit Dutzenden Granaten beschossen. Bei dem Artillerieangriff wurden zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet sowie 18 weitere Menschen verletzt. Pjöngjang hatte den Angriff damit gerechtfertigt, dass die südkoreanische Armee zuvor in nordkoreanische Hoheitsgewässer gefeuert habe.

Dass die südkoreanische Armee nach dem Angriff in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden war, wurde in der Regierungserklärung als Versuch verurteilt, die Verantwortung für den Konflikt abzuwälzen. Solche "Schritte zur Konfrontation und zum Krieg" mit Nordkorea würden dem Süden "nur schändliche Selbstzerstörung" einbringen.

Die Erklärung ging nicht ausdrücklich auf das gemeinsame Militärmanöver der südkoreanischen und der US-Armee ein, das am Sonntag im Gelben Meer begann. An der Übung nimmt auch der Flugzeugträger "USS George Washington" teil. Auf dem mit einem Atomantrieb ausgestatteten Schiff sind 5500 Soldaten und 75 Kampfflugzeuge stationiert. Nordkorea hatte Südkorea wiederholt vor der Militärübung gewarnt und mit militärischer Gewalt gedroht.

AFP/Reuters
 
 
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