Der Vater des pakistanischen Atomprogramms, Abdul Qadeer Khan, sieht die Bombe als Schutz seines Landes vor ausländischen Interventionen. "Länder, die keine Atomwaffen hatten, sind Opfer von Angriffen, Besetzungen oder gar territorialen Veränderungen geworden", sagte der Atomwissenschaftler dem US-Nachrichtenmagazin "Newsweek". "Wären der Irak und Libyen Atommächte gewesen, wären sie nicht zerstört worden, wie es jüngst geschehen ist." Der Besitz der Atombombe habe insbesondere den Ausbruch eines Krieges mit dem Rivalen Indien verhindert, sagte Khan, der dem Nachbarland vorwarf, selbst ein "massives" Atomprogramm zu verfolgen.