12. Mai 2012, 12:48 Uhr

Venizelos gibt Mandat für Regierungsbildung zurück

Der griechische Sozialistenchef Evangelos Venizelos ist mit Präsident Karolos Papoulias zusammengetroffen, um das Mandat für die Regierungsbildung zurückzugeben.

Der griechische Sozialistenchef Evangelos Venizelos ist mit Präsident Karolos Papoulias zusammengetroffen, um das Mandat für die Regierungsbildung zurückzugeben. Der Vorsitzende der Pasok-Partei traf den Staatschef am Vormittag, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Venizelos ist der dritte Parteichef, der mit der Regierungsbildung nach der Parlamentswahl vom 6. Mai scheiterte. Letzte Chance, um Neuwahlen zu vermeiden, sind nun Allparteiengespräche unter Vermittlung von Papoulias.

Bei der Parlamentswahl vom vergangenen Sonntag war die bisher regierende Koalition aus sozialistischer Pasok und konservativer Nea Dimokratia wegen ihres harten Sparkurses abgestraft worden. Deutlich zulegen konnten die Gegner der Sparmaßnahmen, die von den internationalen Geldgebern des hoch verschuldeten Landes im Gegenzug für gewährte Milliardenhilfen verlangt werden.

Vor der Pasok waren die Nea Dimokratia und die linksradikale Syriza-Partei mit der Regierungsbildung gescheitert, die als Erst- und Zweitplatzierte bei der Parlamentswahl zuerst am Zug waren. Beobachter in Griechenland gingen davon aus, dass Papoulias die Allparteiengespräche bis Montag ansetzt. Diese können sich über mehrere Tage hinziehen. Gibt es keine Einigung, folgen Neuwahlen im Juni.

AFP