In Deutschland sind jetzt 28 neue synthetische Drogen verboten. Die Aufnahme der Substanzen in das Betäubungsmittelgesetz solle Konsumenten vor den "unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken" schützen, die mit ihrem Konsum verbunden seien, erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP).
Die Politikerin sprach von einem "Wettlauf" zwischen dem Aufkommen immer neuer Drogenvarianten und dem Bemühen der Behörden um ein Verbot. Deswegen werde geprüft, ob künftig nicht ganze Substanzgruppen verboten werden sollen.
Die jetzt in Kraft getretene Regelung betrifft chemische Abwandlungen von bekannten psychoaktiven Substanzen wie Amphetaminen, Cannabinoiden und Kokain. Diese Stoffe werden zum Teil auch als "Designerdrogen" bezeichnet und nach Informationen der Drogenbeauftragten unter verharmlosenden Namen wie "Kräutermischung" oder "Raumlufterfrischer" verkauft. Dyckmans kündigte das Verbot weiterer chemischer Rauschmittel an.
Dyckmans wies auf teilweise schwere gesundheitliche Folgen hin: Die Symptome reichten von Übelkeit, heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen und Ohnmacht bis hin zu Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen. In Deutschland hätten bereits mehrere Jugendliche, die die Gefahr unterschätzten, wiederbelebt werden müssen.