Nach dem Fund von zwei Paketbomben in Frachtflugzeugen aus dem Jemen hat das Bundesverkehrsministerium vor der Vorstellung gewarnt, es könnte eine hundertprozentige Sicherheit geben.
Nach dem Fund von zwei Paketbomben in Frachtflugzeugen aus dem Jemen hat das Bundesverkehrsministerium vor der Vorstellung gewarnt, es könnte eine hundertprozentige Sicherheit geben. Die "totale Sicherheit" könne es nicht geben, doch arbeite sein Ministerium "mit Hochdruck" an ihrer Verbesserung, sagte der für die Luftverkehrssicherheit zuständige Parlamentarische Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, der "Leipziger Volkszeitung" (Montagsausgabe). Dazu gehöre die rasche Umsetzung der seit April zwischen EU und USA geltenden "Verordnung 300" zur Garantie einer "sicheren Lieferkette".
Entsprechend der Verordnung müssten rund 25.000 Unternehmen in Deutschland bis Anfang 2013 Sicherheitsprogramme vorlegen, die durch lückenlose Kontrollen einen sicheren Transport von Fracht garantieren. Wo dies nicht möglich sei, müsse die Fracht an den Flughäfen durchleuchtet werden. Dies sei auch für die zivile Luftfahrt von großer Bedeutung, sagte Mücke, da 60 Prozent der Luftfracht an Bord von Passagiermaschinen transportiert würden. Erst "ein Bruchteil" der Firmen genüge derzeit diesen Anforderungen. Eine "noch größere Herausforderung" stellt laut Mücke die Umsetzung der US-Forderung nach einer lückenlosen Durchleuchtung sämtlicher Seefracht-Container dar, die für die nahe Zukunft noch anstehe.