Beim Bau des drittgrößten Staudamms der Welt im brasilianischen Amazonas-Gebiet sind die sozialen und Umweltschutzauflagen bislang größtenteils nicht eingehalten worden. Bei den Bauvorbereitungen für den Belo-Monte-Staudamm seien bis April nur fünf der insgesamt 40 Auflagen erfüllt worden, heißt es in einem Bericht des staatlichen Instituts für Umwelt und Naturressourcen (Ibama), aus dem die Zeitung "Folha de São Paulo" am Mittwoch zitierte. Dieser Befund stelle die Erwartung von Energieminister Edison Lobão in Frage, im Juni den Baubeginn des Wasserkraftwerks genehmigen zu können, befand die Regierungsbehörde.