Ein Jahr nach Amtsantritt hat die bundesweit erste Jamaika-Koalition im Saarland deutlich an Vertrauen bei den Bürgern eingebüßt.
Ein Jahr nach Amtsantritt hat die bundesweit erste Jamaika-Koalition im Saarland deutlich an Vertrauen bei den Bürgern eingebüßt. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap kämen SPD und Linke derzeit zusammen auf eine absolute Mehrheit von 51 Prozent. Die regierende Koalition aus CDU, FDP und Grünen erreichte nur noch 45 Prozent. Die FDP wäre mit vier Prozent derzeit nicht mehr im Landtag vertreten, sie hatte bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr noch 9,2 Prozent erreicht. Die CDU lag in der Umfrage bei 32 Prozent, nach einem Wahlergebnis von 34,5 Prozent im vergangenen Herbst. Die Grünen, die bei der Landtagswahl 5,9 Prozent erzielt hatten, verbesserten sich in der Umfrage auf neun Prozent.
Die SPD lag in der vom Saarländischen Rundfunk beauftragten Umfrage bei 34 Prozent und verbesserte sich damit um 9,5 Punkte im Vergleich zu ihrem Wahlergebnis von 24,5 Prozent. Die Linke müsste laut Umfrage derzeit zwar Einbußen hinnehmen, wäre mit 17 Prozent aber immer noch drittstärkste Kraft im Saarland. Sie hatte bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr 21,3 Prozent der Stimmen erzielt.
Ministerpräsident und CDU-Chef Peter Müller, der FDP-Landesvorsitzende Christoph Hartmann sowie die Grünen-Vorsitzenden Claudia Willger-Lambert und Hubert Ulrich hatten zuvor ein Jahr nach dem Amtsantritt der Jamaika-Koalition eine positive Bilanz gezogen.