Die Verwaltungskosten im deutschen Gesundheitssystem sind deutlich höher als bisher angenommen. Im Jahr 2010 machten sie fast ein Viertel der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 176 Milliarden Euro aus, wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Samstag vorab unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney berichtete. In der Industrie liege dieser Anteil bei nur 6,1 Prozent. Durch schlankere Strukturen könnte sich der Krankenkassenbeitrag von derzeit 15,5 auf 14,2 Prozent senken lassen, folgern die Experten dem Bericht zufolge.