Beim neuen Online-Brief der Deutschen Post kommt es nach einem Bericht des "Focus" zu Verzögerungen. Bereits registrierte Kunden würden auch eineinhalb Wochen nach dem Start des neuen Dienstes noch auf die Freischaltung ihres Nutzerkontos warten, meldete das Magazin vorab aus seiner neuen Ausgabe. Eine Sprecherin der Post sagte AFP am Samstag, das Unternehmen fahre das neue System "ganz bewusst und ganz kontrolliert" hoch, damit es nicht zu technischen Pannen wegen Überlastung komme. Verzögerungen wollte sie aber nicht bestätigen. Bis Freitag hätten sich 250.000 Interessenten für den neuen Dienst registrieren lassen, sagte sie weiter.
Dem Bericht des "Focus" zufolge räumte die Post dagegen ein, dass wegen des kontrollierten Hochfahrens die Freischaltung "ein paar Tage länger" dauere als die ursprünglich angegebenen drei oder vier Tage. Die Deutsche Post hatte den Online-Brief am 14. Juli gestartet, der technisch einer E-Mail gleicht. Er soll den rechtssicheren Briefverkehr über das Internet ermöglichen, etwa zwischen Verbrauchern und Behörden oder Unternehmen für den Versand offizieller Schreiben oder von Rechnungen.
Verbraucher können sich über eine spezielle Internetseite der Post eine Adresse für den neuen elektronischen Briefversand sichern. Das Online-Brief-Konto wird aber erst nach einer persönlichen Identifizierung in einer Post-Filiale freigeschaltet.