Bei einem Angriff von Stammeskämpfern auf die Siedlung einer verfeindeten Volksgruppe im Südsudan sind vermutlich zahlreiche Menschen getötet worden. Es gebe Berichte über viele Tote und Verletzte in dem Ort Pibor in der Unruheprovinz Jonglei, sagte der Generalsekretär des Kirchenrats, Mark Akec Cien, am Montag in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Die Lage sei "sehr schlimm". Am Wochenende waren rund 6000 bewaffnete Jugendliche vom Stamm der Lou Nuer in Pibor eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus der Organisation Ärzte ohne Grenzen.