Als Zine el Abidine Ben Ali im November 1987 in den tunesischen Präsidentenpalast einzog, verbanden die Menschen in dem nordafrikanischen Land mit ihm die Hoffnung auf mehr Demokratie und Freiheit. Sein Vorgänger, der despotisch regierende Habib Bourguiba, hatte sich auf Lebenszeit zum Präsidenten ernennen lassen. Ben Ali setzte den senilen Vater der tunesischen Unabhängigkeit ab und strich die lebenslage Amtszeit des Staatschefs umgehend aus der Verfassung - im Laufe seiner Präsidentschaft konnte aber auch er selbst immer weniger von der Macht lassen. Am Freitag floh der 74-Jährige nach wochenlangen Unruhen aus seiner Heimat.