Ein Nachbeben der Stärke 6,1 hat am Samstag die Region Ibaraki südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima erschüttert.
Ein Nachbeben der Stärke 6,1 hat am Samstag die Region Ibaraki südlich des havarierten Atomkraftwerks Fukushima erschüttert. Das teilte die japanische Meteorologiebehörde mit. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. In der Hauptstadt Tokio waren die Erschütterungen des Bebens zu spüren. Schäden wurden zunächst nicht gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK berichtete. Demnach wurden aber Flüge am Hauptstadt-Flughafen Narita vorübergehend ausgesetzt. Die Präfektur Ibaraki liegt rund hundert Kilometer nordöstlich von Tokio.
Das Atomkraftwerk Fukushima 1 war bei dem schweren Erdbeben der Stärke 9,0 vom 11. März stark beschädigt worden. Der nachfolgende Tsunami hatte die Stromversorgung und damit die Kühlsysteme für die radioaktiven Brennstäbe in den Reaktorkernen und Abklingbecken gestoppt. Wenn die Kühlsysteme nicht wieder in Gang gebracht werden, drohen eine Kernschmelze und die Verbreitung lebensbedrohlicher radioaktiver Strahlung.