Allensbach-Chefin: Wahlausgang 2013 im Bund völlig offen

31. Dezember 2012, 16:13 Uhr

Der Ausgang der Bundestagswahl im kommenden Herbst ist nach Einschätzung der Meinungsforscherin Renate Köcher noch vollkommen offen.

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Der Ausgang der Bundestagswahl im kommenden Herbst ist nach Einschätzung der Meinungsforscherin Renate Köcher noch vollkommen offen. Zwar gebe es keine Wechselstimmung, doch müssten SPD und Grüne nach den aktuellen Umfragewerten "nur zwei bis drei Prozentpunkte dazu gewinnen, um eine eigene Mehrheit zu erzielen", sagte die Chefin des Instituts Allensbach der "Saarbrücker Zeitung". Insofern sei neun Monate vor der Wahl "alles offen".

Köcher äußerte sich erstaunt, dass viele in Deutschland eine große Koalition von Union und SPD nach der Wahl bereits für eine ausgemachte Sache halten würden. "Das ist ein mögliches Szenario, ein anderes Rot-Grün, aber auch eine schwarz-grüne Konstellation", sagte die Meinungsforscherin. Selbst eine Neuauflage der derzeitigen schwarz-gelben Koalition sei nicht völlig ausgeschlossen. Dafür müssten Union und FDP allerdings noch rund vier Prozentpunkte zulegen, was "kein einfaches Unterfangen" sei.

Die Bedeutung der Landtagswahl am 20. Januar in Niedersachen für die Bundestagswahl wird nach Ansicht Köchers überschätzt. "Da haben wir es auch mit einer Überhöhung durch die Medien zu tun", sagte die Allensbach-Chefin. Spannend sei in Niedersachsen vor allem das Abschneiden der FDP. Diese liegt dort wie auch im Bund in den meisten Umfragen derzeit unter der Fünf-Prozent-Hürde.

AFP