Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks auf Busse und Bahnen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ausgeweitet.
Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks auf Busse und Bahnen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ausgeweitet. Große Teile des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen wurden durch die Proteste lahmgelegt, wie Verdi in Düsseldorf mitteilte. In Baden-Württemberg gab es laut Verdi Streiks unter anderem in Stuttgart und Karlsruhe.
"24 Stunden lang läuft nichts mehr", sagte ein Verdi-Sprecher. Bestreikt wurden unter anderem Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet sowie in Köln und Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen wurden der Gewerkschaft zufolge im Laufe des Vormittags auch Stadtwerke, Energieversorger, Müllabfuhr, Kitas und Krankenhäuser sowie weitere kommunale Unternehmen in die Warnstreiks einbezogen. Bis 08.00 Uhr beteiligten sich mehr als 30.000 Arbeitnehmer an dem Ausstand. "Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Mittag nochmal eine Schippe drauflegen werden", sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer in Düsseldorf.
In Stuttgart sind neben dem öffentlichen Nahverkehr unter anderem das Klinikum und die Stadtverwaltung von den Arbeitsniederlegungen betroffen, wie Gewekschaftssprecher Andreas Henke sagte. Weitere Warnstreiks wurden unter anderem aus Esslingen und Ulm gemeldet. Auch in mehreren ostdeutschen Bundesländern rief Verdi zu Warnstreiks auf.
Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen waren am vergangenen Donnerstag nach einer ersten Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden. Die beteiligten Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 200 Euro mehr Lohn. Die nächste Verhandlungsrunde soll am Montag in Potsdam beginnen.