Im französischen Senat regt sich Widerstand gegen den für nächsten Montag geplanten Beschluss zum Völkermord-Gesetz: Die Gesetzeskommission des Senats hält den Gesetzentwurf, durch den die Leugnung des "Völkermordes" an den Armeniern zur Straftat wird, für unzulässig. Auf Vorschlag des sozialistischen Präsidenten der Kommission, Jean-Pierre Sueur, stimmten am Mittwoch in Paris 23 Abgeordnete für diese Einschätzung, neun dagegen und acht enthielten sich. Der Senat muss am Montag aber noch insgesamt darüber abstimmen, ob eine Behandlung des Gesetzentwurfs zurückgewiesen wird.