Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, sieht den Euro nicht in einer Krise. Es gebe keine Krise des Euro, sondern "Krisen in einzelnen Euro-Staaten", sagte Franz der "Welt am Sonntag". Diese seien zurückzuführen auf "finanzpolitisches Fehlverhalten einzelner Länder" oder auf ein "aus den Fugen geratenes Bankensystem wie in Irland". Die Leistungsbilanz des Euro-Raums sei in etwa ausgeglichen. So sei die Neuverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts geringer als in Japan, England oder den USA. "Vorsicht mit Schuldzuweisungen an den Euro", sagte Franz.