Bundespräsident Christian Wulff will die Hinterbliebenen der rechtsextremen Mordserie zu einem vertraulichen Gespräch empfangen. Zu der Begegnung wolle Wulff auch Vertreter der Bundesregierung und des Bundestags einladen, teilte das Bundespräsidialamt am Mittwoch in Berlin mit. Hierzu würden derzeit vorbereitende Gespräche geführt. Wulff äußerte sich erschüttert über die nun bekannt gewordenen Neonazi-Taten. Er teile "die Empörung vieler Menschen in unserem Land", sagte Wulff laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript bei der für Mittwochabend geplanten Verleihung des Leo-Baeck-Preises in Berlin. "Wir dürfen gegenüber den Hinterbliebenen nicht sprachlos sein."