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News am 31.05.2012
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11. Februar 2012, 19:23 Uhr

Zahl der Kältetoten in Europa steigt weiter

Die Zahl der Kältetoten in Europa ist weiter gestiegen.

Die Zahl der Kältetoten in Europa ist weiter gestiegen. Allein in Rumänien und Serbien wurden acht beziehungsweise drei neue Tote registriert, im Kosovo zwei. Wie das rumänische Gesundheitsministerium mitteilte, starben seit dem Beginn der extremen Kälte am 24. Januar 65 Menschen an Unterkühlung.

In den beiden ostrumänischen Provinzen Vrancea und Buzau waren nach Behördenangaben 30.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihnen drohten Nahrungsmittel und Trinkwasser auszugehen. Im Dorf Carligul Mic in Buzai reichte die Schneedecke bis zu den Dächern der Häuser, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Feuerwehrleute und Freiwillige halfen den Bewohnern, den Weg zu ihren Häusern freizugraben.

Seit Freitag besteht nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine Luftbrücke für Ortschaften, die nicht über den Landweg versorgt werden konnten. Einige dutzend Tonnen Lebensmittel wurden demnach bereits geliefert, mehr als tausend Soldaten seien im Einsatz. Der neue rumänische Regierungschef Mihai Razvan Ungureanu begab sich per Hubschrauber in die betroffenen Gebiete. Die Temperaturen lagen bei 24 Grad minus. Der Wetterdienst sagte für Sonntag mehr Schneefälle voraus, unter anderem im Südwesten des Landes.

Die Donau war weiterhin auf einer Länge von hunderten von Kilometern für den Schiffsverkehr gesperrt. Große Eisblöcke machten die längste Schifffahrtstraße des Kontinents unsicher. Bei Silistra in Bulgarien war der Strom auf einer Strecke von elf Kilometern komplett zugefroren. Auf anderen Teilen des 450 Kilometer langen bulgarischen Donauabschnitts trieben dicke Eisschollen. Über einen Eisbrecher verfügt Bulgarien nicht. In der Nähe des Hafens Silistra im Nordosten Bulgariens fror die Donau vollständig zu.

Mit drei neuen Toten in Serbien und zwei im Kosovo stieg die amtliche Zahl der seit vergangener Woche auf dem Balkan registrierten Kältetoten auf 42: 19 in Serbien, elf in Bosnien, vier in Montenegro, drei in Kroatien, jeweils zwei in Mazedonien und im Kosovo sowie einer in Albanien.

In Serbien soll es das ganze Wochenende über schneien. Die Regierung rief alle Unternehmen auf, am Montag und Dienstag ihre Tätigkeiten herunterzufahren oder ganz einzustellen, um Strom zu sparen. Für 2000 Betriebe, die "nicht lebenswichtig für das tägliche Leben" sind, wurde die Stromzufuhr bereits reduziert. In Serbien und Montenegro waren etwa 110.000 Menschen durch massiven Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten. In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica erreichte die Schneedecke mit mehr als 50 Zentimetern eine seit 50 Jahren nicht mehr erreichte Höhe. Der Flughafen von Podgorica war geschlossen.

AFP