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News am 31.05.2012
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4. Februar 2012, 20:43 Uhr

Zahl der Kältetoten in Ukraine und Polen steigt weiter

Die Zahl der Kältetoten in der Ukraine und in Polen durch die jüngste Frostwelle in Europa ist weiter dramatisch angestiegen.

Die Zahl der Kältetoten in der Ukraine und in Polen durch die jüngste Frostwelle in Europa ist weiter dramatisch angestiegen. Die ukrainischen Behörden verzeichneten 122 Tote seit dem 27. Januar, davon 32, die in ihren eigenen vier Wänden erfroren. In Polen beschlossen die Obdachlosenheime ausnahmsweise, auch Betrunkene aufzunehmen, nachdem die Zahl der Kältetoten landesweit auf 45 gestiegen war.

In Frankreich wurden zwei Alzheimer-Patienten, die ihre Seniorenheime verlassen hatten, erfroren aufgefunden. Es handelte sich um eine 70-jährige Frau aus Toulouse und einen 82-jährigen Mann aus dem ostfranzösischen Departement Moselle. In Avellino bei Neapel kam eine 46-jährige Italienerin ums Leben, als ein Treibhaus unter dem Gewicht von Schneemassen zusammenbrach.

Besonders in der Ukraine sind die Rettungsdienste durch den harten Wintereinbruch überfordert. Von den 122 Kältetoten waren zwölf in Krankenhäusern zu beklagen, 78 wurden in den Straßen gefunden. Mehr als 2000 Patienten wurden wegen Erfrierungen behandelt. Landesweit wurden 3170 Rettungsposten eingerichtet, wo Bedürftige etwas Warmes zu essen bekommen.

In Bosnien fielen ungewöhnlich große Mengen Schnee. In der Hauptstadt Sarajevo wurde eine Schneehöhe von einem Meter gemessen, auf den umliegenden Bergen waren es zwei Meter. In Sarajevo stellten die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Betrieb ein. Der kroatische Präsident Ivo Josipovic und sein serbischer Kollege Boris Tadic, die an einer Konferenz in einem Hotel im bosnischen Jahorina teilgenommen hatten, saßen dort fest.

In Italien lief am Freitagabend während eines Schneesturms eine Fähre mit mehr als 300 Menschen an Bord auf Grund. Die "Shardon" war mit 263 Passagieren und 53 Besatzungsmitgliedern von Civitavecchia nördlich von Rom aus in Richtung Olbia auf Sardinien ausgelaufen, als sie vor einen Damm gedrückt wurde. Die Fähre wurde mit zwei Schleppern in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde niemand, die Küstenwache holte alle Passagiere von dem beschädigten Schiff. Kurz nach dem Unfall brach jedoch Panik aus, weil die Passagiere ein Unglück wie beim Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor drei Wochen befürchteten.

AFP