Trotz der öffentlichen Debatte ist die Zahl der Organspenden in Deutschland im ersten Halbjahr um zwölf Prozent von 2092 auf 1861 gesunken. Nach einem Bericht des "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe) machen Mitarbeiter der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), der die Koordinierung der Organspenden unterliegt, ihren Vorstand dafür mitverantwortlich. In einem anonymen Brief an den Gesundheitsminister und zahlreiche Gesundheitspolitiker, aus dem das Blatt zitierte, werfen sie der DOS-Spitze Konzeptlosigkeit, Ressourcenverschwendung und einen "Führungsstil nach Gutsherrenart" vor.