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3. Februar 2012, 07:28 Uhr

Wulff sinkt laut Umfrage in der Gunst der Bürger

Die schwarz-gelbe Koalition spürt laut einer Umfrage Aufwind in der Wählergunst - und Kanzlerin Angela Merkel profitiert von ihrem persönlichen Auftreten und ihrem Euro-Krisenmanagement. Für Bundespräsident Christian Wulff sieht es hingegen nicht so gut aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist im Ansehen der Bürger einer ARD-Umfrage zufolge auf den höchsten Wert seit zwei Jahren gestiegen, während Bundespräsident Christian Wulff massiv an Rückhalt verliert. Im ARD-"Deutschlandtrend" gaben sich 64 Prozent der Befragten mit Merkels Arbeit zufrieden - der beste Wert seit Dezember 2009. Die Zufriedenheit mit ihrer schwarz-gelben Koalition lag mit 42 Prozent so hoch wie noch nie seit ihrem Antritt.

Mit Wulffs Arbeit waren hingegen nur noch 33 Prozent der Befragten zufrieden. Nur noch 16 Prozent hielten ihn für ehrlich. In der Sonntagsfrage konnten die Regierungsparteien im Vergleich zum Vormonat jeweils leicht zulegen. Die Union gewann einen Punkt hinzu und kam auf 36 Prozent. Die FDP legte ebenfalls um einen Punkt zu, blieb mit drei Prozent aber unter der Fünf-Prozent-Schwelle. Die SPD und die Grünen hingegen verloren jeweils einen Punkt und kamen auf 29 Prozent und 15 Prozent. Die Linke gewann einen Punkt hinzu und erreichte sieben Prozent. Die Piratenpartei blieb unverändert bei sechs Prozent.

Die Zustimmung zu Wulffs Arbeit sank im Vergleich zum Vormonat um elf Punkte und erreichte nur noch 33 Prozent. 54 Prozent der Befragten vertraten die Ansicht, Wulff sollte vom Amt des Bundespräsidenten zurücktreten - acht Prozent mehr als Mitte Januar. 43 Prozent fanden hingegen, Wulff sollte im Amt bleiben. Nur 43 Prozent waren der Meinung, Wulff "hat Respekt vor dem geltenden Gesetzen".

Kanzlerin kommt gut an

Merkel kam hingegen auf hohe Zustimmungswerte. 69 Prozent vertraten die Ansicht, Merkel sei eine "gute Bundeskanzlerin". 85 Prozent hielten Merkel für eine Politikerin, "die in unser Land in der Welt gut vertritt". 55 Prozent fanden, Merkel "wirkt nicht wie eine Parteipolitikerin, sondern eher wie jemand, der über den Parteien steht".

Auf der Liste der abgefragten Spitzenpolitiker belegte Merkel mit ihrem Zustimmungswert von 64 Prozent den zweiten Platz. Beliebtester Spitzenpolitiker war Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 65 Prozent Zustimmung. Auf Platz drei folgte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 60 Prozent. Die Plätze vier und fünf belegten jeweils mit einer Zustimmung von 55 Prozent Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Einen großen Sprung machte Außenminister Guido Westerwelle (FDP): Mit seiner Arbeit waren 34 Prozent zufrieden - neun Punkte mehr als im Vormonat.

AFP/DPA
 
 
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