13. April 2012, 07:48 Uhr

Dioxin-Eier: Zwei Betriebe in Niedersachsen gesperrt

Nach dem Fund einer dioxinähnlichen Chemikalie in Eiern in Nordrhein-Westfalen sind auch in Niedersachsen Betriebe wegen belasteter Eier gesperrt worden.

Nach dem Fund einer dioxinähnlichen Chemikalie in Eiern in Nordrhein-Westfalen sind auch in Niedersachsen Betriebe wegen belasteter Eier gesperrt worden. Zwei Legehennenbetriebe seien geschlossen worden, teilte das Verbraucherschutzministerium in Hannover auf seiner Webseite mit. In den Eiern seien "erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB" festgestellt worden. Beide Betriebe seien "vollständig gesperrt, alle ausgelieferten Eier sind bereits zurückgerufen worden".

Es könne jedoch "nicht ausgeschlossen werden, dass sich möglicherweise belastete Eier noch beim Verbraucher befinden", erklärte das Ministerium. Eine "unmittelbare Gesundheitsgefahr" durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe aber nicht. Wie genau es zu der PCB-Belastung kam, war zunächst unklar.

Die Belastung der Eier in Nordrhein-Westfalen war Mitte März aufgefallen und Anfang April dem Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf gemeldet worden. Mehrere Betriebe wurden daraufhin gesperrt. PCB ist ein organischer Giftstoff ähnlich dem Dioxin, der jahrzehntelang als Zusatzstoff in Kunststoffen und Farben sowie als Kühl- und Hydraulikflüssigkeit in der Industrie verwendet wurde. Als seine Gefährlichkeit entdeckt wurde, wurde die Verwendung in den meisten Industrieländern ab Ende der 1970er Jahre nach und nach verboten. Der Stoff ist sehr langlebig und kann sich in Natur und Nahrungsketten anreichern.

AFP
 
 
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