In Italien waren die Einwohner zahlreicher Städte und Gemeinden am Montag am zweiten Tag in Folge aufgerufen, ihre Kommunalverwaltungen zu bestimmen. Insbesondere in Mailand galt die Wahl als Stimmungstest für den wegen eines Sex-Skandals angeschlagenen Regierungschef Silvio Berlusconi. Zwar gilt die bisherige Bürgermeisterin der Stadt, Letizia Moratti, als Favoritin. Doch könnte die Amtsinhaberin, für die sich Berlusconi während des Wahlkampfs entschieden eingesetzt hatte, in die Stichwahl gezwungen werden. Der Ministerpräsident selbst sollte am Montag in der norditalienischen Metropole als Angeklagter in einem Korruptionsprozess erscheinen.