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Satellit im All - SpaceX-Trägerrakete bei Landung zerbrochen

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der Entwicklung wiederverwertbarer Trägerraketen erneut einen Fehlschlag erlitten.

SpaceX-Trägerrakete

SpaceX-Trägerrakete

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der Entwicklung wiederverwertbarer Trägerraketen erneut einen Fehlschlag erlitten. Die unbemannte "Falcon-9"-Rakete schickte am Sonntag zwar erfolgreich einen Satelliten ins All - doch bei der Landung auf einer Plattform im Pazifik brach die Rakete auseinander, wie SpaceX mitteilte.

"Die erste Stufe (der Rakete) ist auf der Plattform gelandet, aber es scheint, als sei die Landung brutal gewesen", erklärte das Unternehmen im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Nun, wenigstens waren die Teile diesmal größer", twitterte SpaceX-Chef Elon Musk.

Die Rakete war um 19.42 Uhr vom Vandenberg-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien aus ins All gestartet. 56 Minuten später setzte sie den von den USA und Frankreich entwickelten Satelliten "Jason-3" in der Erdumlaufbahn ab. Der Satellit soll unter anderem genauere Daten über den Anstieg der Meeresspiegel liefern.

SpaceX strebt an, seine Trägerraketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger und nachhaltiger zu machen. Bislang ist es so, dass die hunderte Millionen Dollar teuren Raketen auf dem Rückweg zur Erde zerbersten. Langfristig träumt Musk davon, Trägerraketen wie Flugzeuge zwischen Erde und All einsetzen zu können.

Im Dezember war es SpaceX gelungen, eine "Falcon-9"-Rakete unbeschadet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen zu lassen. Aber Ziel der Firma ist es, dass die Raketen auf schwimmenden Plattformen im Meer landen. Diese Art von Landungen würden "für Hochgeschwindigkeitsmissionen benötigt", schrieb Musk auf Twitter. Dies sei aber wegen der kleinen Landefläche und der Bewegung der Plattform schwieriger als an Land.

SpaceX scheiterte nun bereits zum vierten Mal mit dem Versuch, eine Rakete unbeschadet auf See landen zu lassen. Dem Unternehmen zufolge lag die Bruchlandung am Sonntag nicht an hoher Geschwindigkeit oder rauer See, sondern an einem technischen Problem: Ein Bein der Rakete sei nicht verriegelt gewesen. Daher sei die Rakete nach der Landung umgekippt, erklärte Musk.

Auch die Konkurrenzfrma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos forscht an wiederverwertbaren Raketen. Sie konnte im November eine Suborbital-Rakete heil zur Erde zurückbringen. Die Firma hat aber nie eine Landung im Meer getestet.

AFP

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