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Trump bezeichnet Irak-Krieg als "dicken, fetten Fehler"

Der Vorwahlkampf der US-Republikaner wird immer heftiger: Bei ihrer neunten Fernsehdebatte lieferten sich die Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush und Ted Cruz am Samstagabend ihren bislang härtesten

Donald Trump (r.) attackiert seine Rivalen Jeb Bush (l.) und Ted Cruz

Donald Trump (r.) attackiert seine Rivalen Jeb Bush (l.) und Ted Cruz

Der Vorwahlkampf der US-Republikaner wird immer heftiger: Bei ihrer neunten Fernsehdebatte lieferten sich die Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush und Ted Cruz am Samstagabend ihren bislang härtesten Schlagabtausch mit dem umstrittenen Milliardär Donald Trump. Trump attackierte vor allem Bush und dessen Bruder, Ex-Präsident Georg W. Bush. Dessen Irak-Krieg sei "ein dicker, fetter Fehler" gewesen, sagte Trump in der Debatte in South Carolina.

"Ich habe es satt, dass er ständig meine Familie attackiert", konterte Jeb Bush. "Während Donald Trump eine Reality-TV-Show schuf, baute mein Bruder einen Sicherheitsapparat auf, um uns alle zu schützen." Doch Trump keilte zurück: "Das World Trade Center stürzte während der Regentschaft Ihres Bruders ein. Erinnern Sie sich daran." Floridas Ex-Gouverneur warf Trump daraufhin vor, er beziehe seine außenpolitischen Kenntnisse "aus dem Fernsehen".

Trump führt in Umfragen die Riege der republikanischen Präsidentschaftsbewerber an. Den Vorwahl-Auftakt der Republikaner im Bundesstaat Iowa gewann zwar der erzkonservative Cruz. Trump siegt aber bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire. Jeb Bush konnte bislang kaum punkten.

Am kommenden Samstag findet in South Carolina die nächste Vorwahl der Republikaner statt. Die Präsidentschaftsbewerber der Demokraten treten am selben Tag in Nevada gegeneinander an. Am Montag will George W. Bush seinem Bruder in South Carolina erstmals Schützenhilfe im Wahlkampf geben. Bislang war der Ex-Präsident im Vorwahlkampf nicht öffentlich aufgetreten.

Die Debatte am Samstag entglitt den Moderatoren immer wieder. Die Kandidaten fielen sich ständig ins Wort, viele Attacken waren unsachlich und persönlich. Cruz wurde von Trump als "schlimmster aller Lügner" und "böser Typ" bezeichnet. Der Senator aus Texas sei "wahrscheinlich noch schlimmer als Jeb Bush", ächzte Trump.

"Donald, die Erwachsenen lernen, dass man sich nicht unterbrechen soll", suchte sich Cruz zu wehren. Ohios Gouverneur John Kasich forderte seine Kontrahenten auf, die Attacken zu beenden: "Wenn wir nicht damit aufhören, überlassen wir die Wahl Hillary Clinton."

Die USA wählen am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Der Demokrat Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Die Vorwahlen in allen 50 US-Staaten ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren Republikaner und Demokraten dann offiziell bei den Nominierungsparteitagen im Juli.

AFP

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