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Worüber Paare am meisten streiten - und nein: Es ist nicht der Abwasch

Streit gibt es selbst in der besten Beziehung. Eine Studie wollte nun in Großbritannien herausfinden, was die häufigsten Ursachen für Ärger in der Partnerschaft sind. 60 Prozent aller Paare beschweren sich über etwas, für das der Partner nur bedingt etwas kann.

Ärger in der Partnerschaft kann ganz schön nerven

WAS? WILLST? DU? - Ärger in der Partnerschaft kann ganz schön nerven. Eine britische Studie hat nun erforscht, welches Thema am meisten zu Streit führt

Die Wäsche hängt seit Tagen trocken auf der Leine, das saubere Geschirr steht noch in der Spülmaschine oder noch schlimmer, das dreckige im Küchenbecken, die schmutzigen Klamotten der liegen im Bad herum, der Küchentisch ist nicht abgewischt - im Haushalt gibt es hunderte Kleinigkeiten, die manchmal für kleine oder größere Streitereien in der Partnerschaft sorgen können. Einer britischen Umfrage zufolge ist Ärger im Haushalt aber gar nicht der größte Streitpunkt in Beziehungen. Auch nicht, dass der Partner den Jahrestag vergessen. Ein anderes Klischee hat es an die Spitze der Gründe für Streit in der Beziehung geschafft.

Die Beratungsfirma und Anwaltskanzlei Slater und Gordon befragte in 2000 ausgewählte Paare - und der Hauptgrund für Ärger sind demnach die Schwiegereltern. Zumindest gaben 60 Prozent aller Befragten an, die Einmischung der Schwiegereltern, ungefragt Ratschläge oder Hinweise zur Beziehung oder der Erziehung zu geben, sorge für den meisten Beziehungsstress.

Andere Termine suchen, um Schwiegereltern abzusagen

Fast ein Drittel der Befragten sagte, die Schwiegereltern würden sich zu häufig einmischen, im Schnitt sorge das für einen größeren Streit pro Monat. Ein weiterer Faktor für jeden Fünften: Schwiegereltern nähmen zu wenig Rücksicht auf die Privatsphäre, wenn ihre Kinder heiraten. Mehr als jeder Dritte gab an, ab und zu Entschuldigungen zu finden oder andere Termine zu suchen, damit die Schwiegereltern nicht zu Besuch kämen. 22 Prozent der Befragten gaben an, sich am liebsten von den Schwiegereltern zu trennen, wenn es denn ginge.

Ein Mitarbeiter der Familienrechtssparte von Slater und Gordon bewertet die Umfrage nach Angaben von "Dailymail" und "Independent" so: "Wirtschaftlicher Druck führt dazu, dass viele Menschen abhängiger von der Familie sind, auch finanziell. Das kann dazu führen, dass Schwiegereltern größeres Interesse zeigen, was mit ihrem Geld passiert - für das Kind ist das normal, für den Partner kann das aber schon einmal zu unangenehmen Situationen führen."

"Stress im Beruf"

Nun gut, könnte man hierzulande denken, die Briten ticken da vielleicht ein bisschen anders. Einer jüngeren Umfrage der Partnerbörse Elitpartner zufolge fordern in Deutschland jedenfalls eher Dinge wie "Wenig Zeit füreinander", "Stress im Beruf" und die "Schwierige finanzielle Situation" die Partnerschaft heraus. Andererseits, wenn man Kriterien mit der Einschätzung des Anwalts von Slater und Gorden vergleicht ... Vielleicht hat einfach niemand die Schwiegereltern als Option in den Antworten der Umfrage angegeben.


feh

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