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Sie ist 12, er ist 17, sie sind ein Paar - und werden Eltern

Ein Schweizerin wird Mutter und macht damit Schlagzeilen: Denn der Vater des Kindes ist 17 Jahre alt - und die Schwangere selbst erst 12.

Schwanger mit zwölf Jahren: Eine junge Schweizerin wird Mutter (Symbolbild)

Schwanger mit zwölf Jahren: Eine junge Schweizerin wird Mutter (Symbolbild)

Sie ist 12, er ist 17 Jahre alt. Sie sind ein Paar. Jetzt werden sie Eltern. Wie die Schweizer Lokalzeitung "Biel Bienne" berichtet, ist ein zwölfjähriges Mädchen aus der Region Biel im Kanton Bern schwanger. Eine Sprecherin des Spitalzentrums Biel-Bienne bestätigte den Bericht dem stern.

Laut dem Zeitungsbericht geht die Zwölfjährige zur Schule, ihr Partner und der Vater des Kindes macht eine Lehre, beide haben einen Schweizer Pass. "Die Zwölfjährige wird ihr Kind in einem Bieler Spital gebären und dann wieder die Schule besuchen", schreibt die Zeitung. Um das Baby würden sich in dieser Zeit die Großeltern kümmern. Sexualwissenschaftlerin und Sexualpädagogin Mireille Baumgartner betrachtet die Schwangerschaft als selten, aber nicht außergewöhnlich. Sie sei "erstaunt", sagte sie im Gespräch mit "Biel Bienne", "denn das ist wirklich sehr jung. Solche Fälle sind glücklicherweise selten." Teenagerschwangerschaften allgemein sind in der Schweiz absolute Ausnahmen.

Schwanger mit zwölf: Rechtlich ein "Grenzfall"

Aus rechtlicher Sicht sei die Schwangerschaft der Zwölfjährigen ein "Grenzfall", schreibt die Zeitung. In der ist jedes Kind bis zu seinem 16. Geburtstag im sogenannten "Schutzalter". Damit möchte der Gesetzgeber Kinder davor schützen, von Erwachsenen zu sexuellen Handlungen genötigt zu werden. Jeder Erwachsene, der mit einer Person unter 16 Jahren sexuelle Handlungen vornimmt, macht sich strafbar. Aber: Sexuelle Handlungen zwischen zwei Menschen sind nicht verboten, wenn ihr Altersunterschied nicht mehr als drei Jahre beträgt.

Der Altersunterschied zwischen der 12-Jährigen und ihrem 17 Jahre alten Freund beträgt fünf Jahre - somit müsste jemand Klage erheben, schreibt die Lokalzeitung. Das werde allerdings nicht der Fall sein: Laut Bericht akzeptierten die betroffenen Eltern die Situation.


pg

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