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Wummelkiste | Tollabox

Eine Gemüsekiste bestellen sich ja schon viele nach Hause. Aber eine Bastelkiste? Wummelkiste und Tollabox im Nido-Test.

Die Wummelkiste

Ich hasse Basteln. Das war schon zu Schulzeiten so und hat sich auch nach der Geburt meiner Kinder nicht geändert. Der Grund dafür ist einfach: Ich habe zwei linke Hände und mir fallen einfach keine Sachen ein, die ich basteln könnte.

Zumindest für Letzteres gibt es jetzt eine Lösung: Die Wummelkiste.

Und die funktioniert so: Für knapp 20 Euro (je nach Bezahlmodell) bestellt man sich ein Abo und bekommt einmal im Monat eine Kiste mit 2-3 Bastelvorschlägen zugeschickt. Neben einer Anleitung beinhaltet das Paket auch alle Materialien, die man dazu benötigt. Der Anbieter hat uns freundlicherweise ein Testpaket zur Verfügung gestellt, das ich mit meinen zwei Kindern (3 und 5 Jahre) einem ausführlichen Test unterzogen habe.

Der Inhalt:

Wir beginnen mit dem Kaleidoskop:

Hauptbestandteil ist eine stabile Papprolle, wie man sie vom stillen Örtchen kennt. Mit ein bisschen Scherenschnitt werden verschiedene Papierteile zugeschnitten, die aus der schlichten Klopapierrolle eine schöne Klopapierrolle machen, die unten und oben verschlossen wird. Abschließend füllt man noch die mitgelieferten Glitzersternchen ein, und fertig ist das bunte Kaleidoskop. Theoretisch.

Praktisch war es nach dem Bekleben der Rolle so, dass der ganze Tisch und unsere Hände mit Klebstoff kontaminiert waren. Meinen Kindern mache ich keinen Vorwurf. Jedenfalls klebten die Glitzersterne nun größtenteils an unseren Fingern und am Tisch (was die Kinder lustig fanden), statt sich im Kaleidoskop zu tummeln (was ich mir erhofft hatte). Und die Sterne, die sich tummelten, waren so mit Klebstoff bedeckt, dass sie sich kaum durcheinander wirbeln lassen wollten.

Alles in allem also eher ein mittelmäßiges Endprodukt. Das Aus -und Zuschneiden der Einzelteile und die Zweckentfremdung der Glitzersterne hat den Kindern aber trotzdem 20 Minuten Spaß bereitet.

Das Klebstoffdebakel nimmt seinen Lauf

Das Ausschneiden der Kaleidoskopummantelung. Für einen halbwegs talentierten Fünfjährigen offenbar kein Problem.

Das Überprüfen des Kaleidoskops. Für eine halbwegs talentierte Dreijährige offenbar kein Problem.

Dass uns das mit dem überall verteilten Klebstoff noch weiter beschäftigen sollte, stellte sich dann bei Bastelidee Nr. 2 heraus, dem Mobile:

Dabei steckten wir zunächst die beigelegten Holzstäbe in die dafür vorgesehene Holzkugel. Das ging meinem Sohn ganz gut von der Hand. Lediglich eines der Löcher war zu klein vorgebohrt, so dass ich mit einem Taschenmesser nachhelfen musste. Das war aber selbst von einer handwerklichen Null wie mir ohne Probleme zu bewerkstelligen und ich bin ein bisschen stolz, sagen zu können: „Ich habe mich nicht verletzt. Es geht mir gut.“

Der Stab muss in die Kugel

Danach versuchten wir mit den vorgestanzten Schablonen, Figuren auf die Farbfolie zu zeichnen. Bis auf Quadrat und Dreieck waren diese allerdings für beide Kinder v.a. zum Ausschneiden noch zu kompliziert. War aber nicht schlimm, weil die beiden einfach Freestyle-Figuren erfanden. So weit, so gut.

Die kleinen weißen Papierteile kommen direkt aus der Bastelhölle und müssen irgendwie an der Folie befestigt werden.

Jetzt mussten die Folienfiguren noch mit Faden an den Stäben befestigt werden. Die dafür vorgesehenen Papierhalterungen, die man mit Klebstift auf die Folie kleben musste, erwiesen sich, zumindest in meinen groben und (erwähnte ich das bereits?) mit Klebstoff durchtränkten Händen als äußerst unbrauchbar, und alles endete in einem finalen Patexinferno. Irgendwann hing das Mobile dann doch und wenn man nicht so ganz genau hinschaute, übersah man auch die vielen Klebstoffflecken auf den Folienfiguren.

Zum Glück gab es dann noch Bastelidee Nr. 3, die in ihrer Schlichtheit genau das richtige für eine stark angenervten Bastelvater war. Der Farbenkreisel:

Einfach die vorgestanzten Kreise lösen und die Kinder diese beliebig mit den beigelegten Wachsmalstiften bekritzeln lassen. Diese dann abwechselnd auf den Kreisel legen und loskreiseln. Einfacher geht’s nicht, und den Kreisel finden die Kinder auch Tage später immer wieder ganz amüsant.

Malen. Einfach nur Malen.

Der Farbkreisel. Das E steht für einfach.

Fazit:

Die Aufmachung der Wummelkiste überzeugt. Sowohl die Anleitungen als auch das beigelegte Material sind hochwertig produziert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Einige Ungenauigkeiten in den Vorlagen sind zu verkraften und mit ein bisschen mehr Bastelgeschick bekommt man die etwas komplizierteren Sachen bestimmt auch besser hin. Nimmt man das hochwertige Material, die liebevolle Gestaltung und v.a. die kreative Arbeitsleistung, die in den Bastelideen steckt, geht der Preis für das Abo auch in Ordnung. Für total uninspirierte Bastelmuffel mit Hang zur Besserung auf jeden Fall einen Blick wert.

Nächste Seite: Paul-Philipp Hanske probiert mit seinen Kindern die Tollabox aus

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